Grundschule Seeshaupt
Miteinander lernen

Schulprogramm - Werte erleben


1. Aktuelles Motto


Um das Werteempfinden anzubahnen, bzw. um die für das Miteinander in der Schulgemeinschaft wesentlichen Grundlagen zu vertiefen, vereinbaren wir regelmäßig (monatliche) Treffen. Alle Kinder kommen zu einem Morgenkreis in die Aula. Wir zünden eine Kerze an und stimmen uns mit einem Lied, das kennzeichnend für unsere Zusammenarbeit ist, ein.
Aktuelle Vorkommnisse aus dem Schulalltag werden aufgegriffen, sei es Gewalt in der Pause, Mobbing, Unhöflichkeit oder Missachtung etc.
Dazu werden von den Lehrkräften Texte, welche die entsprechende Thematik beinhalten, ausgewählt und vorgelesen. Im Anschluss daran folgt eine kurze Besprechung, bzw. machen die Schüler Vorschläge, wie das Verhalten verändert werden kann.
Abschließend wird wieder das jeweilige Lied gesungen, während dessen sich die Schüler leise in ihre Räume begeben. Die Thematik wird in den Klassen weiter intensiviert, z.B. im Gesprächskreis, durch Text- oder Gestaltungsarbeit.

„Eine Hand hilft der anderen“
haende

Auswahl für eine Werteerziehung in Form von Geschichten und Liedern, die von allen Klassen gemeinsam gehört, bzw. gelernt – und in den einzelnen Klassen weiter behandelt werden ( z.B. auch durch Erstellen von Plakaten oder “Elfchen“)

tabelle

2. Klassifizierung von lernmittelfreien Büchern


Zu Beginn eines Schuljahres werden die Schulbücher ausgeteilt und der Lehrer trägt in das Schulbuch eine Nummer ein. Diese besagt, in welchem Zustand das Kind das Buch erhalten hat.
0 –bedeutet: nagelneu
1 – bedeutet : sehr gut erhalten
2 – bedeutet : gut erhalten
3 – bedeutet: leichte Mängel/ Schäden
Am Ende des Schuljahres werden die Bücher vom Lehrer begutachtet und dann wird bestimmt, ob das Buch in einem angemessenen Zustand ist. Ist das Buch während dieses Jahres zu sehr beschädigt, beurteilt der Lehrer, ob das Buch ganz bezahlt, oder ob nur der „Zeitwert“ ersetzt werden muss.

3. Viertklasspaten für die Erstklässler


Patenschaft für Erstklasskinder
Die Kinder der 3. Klassen übernehmen die Patenschaft für die Erstklasskinder.
Das bedeutet: Jedes Kind aus der 3. Klasse bekommt ein Kind aus der zukünftigen 1. Klasse als Patenkind zugewiesen. Sollte die Anzahl nicht aufgehen, dann hat entweder ein Drittklasskind zwei Patenkinder oder ein Erstklasskind hat 2 Paten.
Zu Beginn der Patenschaft schreibt „der Pate aus der 3. Klasse“ seinem Patenkind einen persönlichen Brief. Je nachdem zu welchem Zeitpunkt dies erfolgt, lädt das „große Kind“ sein zukünftiges Patenkind schon zum Schulspiel ein oder aber der Brief des Paten wird dem zukünftigen Schulkind nach der Schuleinschreibung übergeben.

Aufgaben der Paten
Die Paten stellen sich vor und begrüßen das neue Erstklasskind am 1. Schultag. Sie nehmen es an der Hand und begleiten sie durch den Begrüßungsparcours.
Weiterhin stehen sie ihrem Patenkind in den Pausen zur Seite und helfen ihm, sich zurechtzufinden. Auch bei kleinen Problemen oder Auseinandersetzungen mit anderen Kindern helfen die Paten stets gerne.

4. „Findikus“


Im Eingangsbereich unserer Schule mahnt der FINDIKUS in Form einer kleinen männlichen Figur zur Ordnung. An seiner Seite verläuft eine Wäscheleine, zu seinen Füßen findet sich ein Eimer mit Wäscheklammern.
Hier beim Findikus finden sich Utensilien ein, die im Schulhaus und auf dem Pausenhof vergessen, verlegt, verloren werden.
Vom Turnbeutel über Ski Anzug und Brotbox bis zum Haargummi wird alles übersichtlich an die Leine geklammert.
Findikus ist der Versuch, die an Schulen üblichen „Schlamperkisten“ zu ersetzen und den Kindern die Übersicht zu erleichtern. Zudem soll ein Anreiz geschaffen werden, sich um seine persönlichen Sachen zu kümmern, sich ihrer selbst anzunehmen, sowie den Lebensraum Schule in angenehmer Ordnung zu halten.
Die Erfolge sind jedoch bescheiden. Fast drängt sich der Eindruck auf, die Sammelstelle zieht ausgeprägte Sorglosigkeit nach sich. Zudem fällt auf, dass Kinder ihre Jacken, Mützen oder Handschuhe häufig nicht wieder erkennen. Somit wird unsere Findikus – Wäschleine niemals leer!
Deshalb werden alle Sachen jeweils vor den Ferien abgenommen und - je nach Zustand- entsorgt (verschimmelte Brotboxen) oder gewaschen und an Hilfsorganisationen abgegeben.

5. Paten und Partnerschule


Eine Patenschule in Tansania erhält regelmäßige finanzielle Zuwendungen, besonders durch die Erlöse aus dem Betreib einer gestifteten Photovoltaikanlage, aber auch durch kleinere Spendensammlungen.
Seit dem Jahr 2010 gibt es einen Austausch mit der gemeindlichen Partnergemeinde Kreuzenort in Polen. Der Besuch von polnischen Kindern an der Seeshaupter Grundschule im Schuljahr 2009/2010 war ein großer Erfolg, der mit einem Gegenbesuch 2011 seine Fortsetzung findet. Für die Zukunft geplant sind jährliche Fahrten im gegenseitigen Wechsel. Dabei lernen die Kinder nicht nur das Land, sondern vor allem auch Menschen aus Polen kennen.
So fanden sich auch schon private Kontakte.